Darmgesundheit

Der Darm des Menschen stellt die größte Grenzfläche zwischen Organismus (Körper) und Außenwelt dar. Er hat eine Länge von 6-8 m und eine Oberfläche von 400 qm. Damit ist er ist das größte körpereigene Organ. 80% des Immunsystems sitzen genau hinter der Darmwand.

 

Darmbakterien erfüllen zahlreiche Aufgaben im menschlichen Körper. Sie sind aktiv an der Verdauung und Entgiftung beteiligt, fördern das Immunsystem, beeinflussen die Vitamin- und Nährstoffaufnahme und sind stoffwechselaktiv. Darüber hinaus bestehen enge Verbindungen zum Nervensystem und zum Hormonsystem Somit spielt der Darm eine wichtige Rolle bei der Behandlung zahlreicher Erkrankungen, wie z.B.:

  • Immunsystem/Immunmodulation
  • Reizdarmsyndrom
  • Allergien
  • Autoimmunerkrankungen
  • Erschöpfung/ Burnout
  • Nahrungsmittelintoleranzen
  • Fibromyalgie/Faszienerkrankungen
  • Hauterkrankungen
  • Chronische Entzündungen
  • Mangelzustände: Mikronährstoffe,
    Mitochondrien

 

  • Psychogene Veränderungen
    (Depression, Ängste, ADHS)
  • Erkrankungen: ZNS, Gefäße, Stoffwechsel, Hormone...

Das Ökosystem des Darms kann gestört werden durch Medikamente (z.B. Säureblocker oder Antibiotika), einseitige Ernährung, Umweltgifte oder auch Stress.

Eine mikrobiologische Stuhlanalyse liefert wertvolle Informationen über die Situation im Darm. Damit lassen sich Störungen erfassen und die Auswirkungen auf das Immunsystem, die Schleimhautintegrität und die Stoffwechselprozesse im Darm abschätzen. Ferner können Parameter untersucht werden, die Aufschluss geben können über die Intaktheit der Darmwand, mögliche Entzündungen der Darmwand oder Nahrungsmittelallergien.

Vermutete Nahrungsmittelunverträglichkeiten stellen einen häufigen Beratungsanlass dar. Durch ein Ernährungs- und Symptomtagebuch können Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten aufgespürt und die Diagnostik in die richtigen Bahnen gelenkt werden.

Die mikrobiologische Stuhlanalyse gibt auch wichtige Hinweise auf das Vorliegen einer sog. FODMAP (bestimmte Zuckerarten und Polyole) – Überempfindlichkeit, die bei der Reizdarmproblematik eine wichtige Rolle spielt.

Die mikrobielle Darmtherapie besteht aus der Zufuhr fehlender Prä-und Probiotika, sowie individuell gezielten Ernährungsempfehlungen. Individuell können entgiftende und Darmwand-stabilisierende Therapeutika erforderlich sein.

 

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